Schleswiger Werkstätten

Schleswiger Werkstätten

ANZAHL DER BEHINDERTEN BESCHÄFTIGTEN: 823

Betreuter Personenkreis

  • geistig behinderte Menschen
  • körperbehinderte Menschen
  • psychisch erkrankte Menschen
  • Menschen mit Autismus

Berufliche Bildung

TÄTIGKEITSFELDER IM BERUFSBILDUNGSBEREICH:
Metall, Holz, Lackierung/Beschichtung, Verpackung, Garten-/Landschaftspflege/ Gärtnerei, Bootsreparatur

BILDUNGS- und QUALIFIZIERUNGSMAßNAHMEN, die über die berufliche Grundqualifizierung im Berufsbildungsbereich (§ 4 WVO) hinausgehen:
Qualifizierungsmaßnahmen mit Hauszeugnissen oder Zertifikaten
Weiterbildung im Arbeitsbereich mit Hauszeugnissen oder Zertifikaten

DURCHFÜHRUNG der Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen:
Innerhalb der WfbM
Extern in einer Inklusionsfirma
Extern in einem Betrieb des allgemeinen Arbeitsmarktes
Kombinierte Durchführung (WfbM-intern und externer Betrieb / Inklusionsfirma)
In Kooperation mit anderen Bildungsanbietern

Anzahl der ausgelagerten Plätze (in externen Betrieben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt / Inklusionsfirmen) im Berufsbildungsbereich: 15

AUßENARBEITSPLÄTZE in externen Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes sind vorhanden:
Ausgelagerte Einzelarbeitsplätze (Anzahl der Plätze: dauerhaft: 10 / zeitlich befristet: 20 )
Ausgelagerte Gruppenarbeitsplätze (Anzahl der Plätze: dauerhaft: 25 / zeitlich befristet: – )
Praktika in externen Betrieben

WEITERE ARBEITSMARKTNAHE DIENSTLEISTUNGEN UNSERES TRÄGERS:
Budget für Arbeit
Übergangsbegleitung / Begleitung im Rahmen einer Unterstützten Beschäftigung durch Schleswiger Arbeitsbegleitung (SAB)

Begleitende Hilfen / Fachdienste

Pädagogische / Sozialpädagogische Hilfen

Ein FÖRDER- und BETREUUNGSBEREICH für schwer- und mehrfach behinderte Menschen, die die Mindestvoraussetzungen für eine Aufnahme in den Berufsbildungs- oder Arbeitsbereich der WfbM nicht oder noch nicht erfüllen, ist vorhanden.

FÖRDER- und BETREUUNGSANGEBOTE:
Pädagogische Hilfen, Pflegerische Hilfen, Therapeutische Hilfen, Lebenspraktische Hilfen

Wohnen

Anzahl der Wohnplätze in eigener Trägerschaft: 172 (stationär) und 22 (ambulant)

Eigendarstellung

Porträt der Schleswiger Werkstätten
…mehr als 40 Jahre Erfahrung

Die Schleswiger Werkstätten wurden am 1. Februar 1972 als Außenstelle der Rendsburger Werkstätten vom Diakonischen Werk gegründet. 16 Menschen mit Behinderungen, ein Gruppenleiter und ein Zivildienstleistender, das war die Mannschaft der ersten Stunde. In der Anfangsphase wurden nur leichte Strickarbeiten gefertigt. Viel Zeit wurde auf Betreuung, Eigen- und Selbständigkeit beim Essen und auf die Körperhygiene gelegt.

1976 beschloss die Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie (NGD) in Schleswig eine neue Werkstatt zu bauen. Mit Einzug in das neue Haus wurde auch die Palette der Arbeiten größer, so entstanden eine Schlosserei, eine Tischlerei und Montagegruppen. Mittlerweile arbeiten in den Schleswiger Werkstätten fast 500 Menschen mit Behinderungen. Das Arbeitsangebot hat sich wesentlich erweitert. Es geht von einfachen Handarbeiten über computergesteuerte Fertigungsbereiche bis hin zum Bootsbau und -reparatur.

Die positive Entwicklung des Betriebes vollzog sich kontinuierlich weiter. 1985 wurde die Außenstelle Ratsteich 6 angekauft und die Ausstattung mit Schwerpunkt Holzverarbeitung eingerichtet. Möbeltischlerei, Palettenfertigung und Bootsbau sind seit dem hier beheimatet. 1989 übernahmen die Schleswiger Werkstätten dann noch die Bootswerft ‘Ostsee-Marine-Service’ in Kappeln mit Brückplätzen, Winterlager und Reparaturbetrieb.

1996/97 wurde in Westerland auf Sylt eine weitere Außenstelle eingerichtet. Das dortige Leistungsspektrum umfasst die Bereiche Pulverbeschichtung, einfache Schlosserarbeiten, Konfektionierung, Verpackung, sowie Kaminholz-Produktion.

Bis Mitte der 80er Jahre wurden in den Werkstätten hauptsächlich Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen beschäftigt und gefördert. Heute werden hier auch Menschen mit psychischen Krankheitsbildern aufgenommen. So auch auf dem landwirtschaftlichen Anwesen in Altenholz bei Kiel. Der Bio-Hof Kubitzberg hat einen großen Bio-Hofladen und beschäftigt ca. 40 Personen mit seelischen Behinderten mit der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte. Ein weiterer Arbeitsbereich kam 1990 mit dem Neubau der Organischen-Abfall-Rückgewinnung (OAR) hinzu. In dieser Anlage wird aus organischen Abfällen wertvoller Kompost gewonnen.

Die Einrichtungen Schleiwerk Schuby und Schleiwerk Schleswig sind ebenfalls Betriebe für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Aktenvernichtung, Garten- und Baumpflege, Hauswirtschaft, Reitsporthindernisbau, Holzspielzeugfertigung, Industriemontage, Medienwerkstatt, Textilbereich stehen hier im Mittelpunkt der Arbeitsangebote.

Doch nicht nur im Werkstattbereich war eine stetige Fortentwicklung der Einrichtung zu vermerken, sondern auch im Bereich des Wohnens. So verfügen die Schleswiger Werkstätten heute über 160 Wohnheimplätze mit einem individuellen Wohnangebot sowie einen Bereich ambulant betreute Wohnangebote, in dem z. Zt. 140 Personen betreut werden.